Die Kurzfassung: Ich werde meine Selbstständigkeit voraussichtlich bereits im Mai 2020 gegen eine Festanstellung als „Head of Content“ beim Podcast-Hoster Podigee eintauschen. Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht und werde vieles an meinem selbstbestimmten Berufsleben vermissen … aber hey, Podcasts!

Ich kann mich noch gut erinnern, als mein Podcast-Kollege Dominik und ich Ende 2016 nach Hamburg zum Kongress des Chaos Computer Clubs gefahren sind: Ich hatte die Mutter aller Erkältungen und wurde nur von Paracetamol, Nasenspray und Halsbonbons zusammengehalten. Doch selbst durch den schier undurchdringlichen Nebel, der mich in jener Dezemberwoche umhüllte, vermochte mich eine Ecke auf dem Kongress magisch in ihren Bann zu ziehen: Dort stand eine kleine Bühne, nebst einiger Tische, vieler Mikrofone und noch viel mehr netter Menschen. „Das ist also diese Podcast-Szene“, habe ich mir in meinem Delirium gedacht, als ich das Treiben vom Zuschauerbereich der Live-Performance eines meiner Lieblingspodcasts aus beobachtete. „Also da würde ich ja nur zu gerne mitmischen!“

Heute, kaum dreieinhalb Jahre später, bin ich tatsächlich irgendwie ein Teil dieser Szene geworden – wobei ich längst gelernt habe, dass es da weit mehr als nur eine Szene gibt. Dennoch fühle ich mich darin wohler denn je. Es hat sich viel verändert in dieser Zeit: Selbst die einfachsten Hobby-Podcasts sind professioneller geworden, während links und rechts immer mehr Unternehmen, Dienstleister und Berufspodcaster aufpoppen, die in den meisten Fällen sehr friedlich (wenn auch nicht immer) neben der nach wie vor super-aktiven Indy-Szene koexistieren. Eine spannende Entwicklung – so spannend gar, dass ich nach reiflicher Überlegung (und trotz meiner besonderen körperlichen Herausforderungen) meine heiß und innig geliebte Selbstständigkeit wieder an den Nagel hänge, um diese Entwicklung in Zukunft aktiv mitzugestalten.

Hello, Podigee!

Meine neue berufliche Herausforderung heißt „Head of Content“, mein neuer Arbeitgeber Podigee … wobei das so neu alles eigentlich gar nicht ist. Ich arbeite schon etwas mehr als zwei Jahre immer mal wieder als Texter und Online-Marketer mit diesem sympathischen Unternehmen aus Berlin – ich weiß also schon sehr, sehr gut, worauf ich mich da einlasse.

Für den Anfang werde ich mein Freiberuflerdasein nebenher noch etwas weiterlaufen lassen. Ich will da noch das eine oder andere Projekt sauber abschließen und auch meinen Verpflichtungen, die ich in den zwei Jahren Selbstständigkeit gegenüber Dritten eingegangen bin, wie versprochen nachkommen. Perspektivisch werde ich aber wohl keine neuen Kunden, keine großen Aufträge und keine Anfragen aus dem Bereich Podcast mehr annehmen.

Wir hören uns.