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Freitag, der 13.? Na dann: viel Glück!

Ich bin nicht abergläubisch. Und trotzdem fällt es mir auf, wenn ich in den Kalender schaue, dass heute Freitag, der 13. ist.

Statistisch gesehen – und da gibt es mittlerweile ausreichend Untersuchungen zu – passieren an einem Tag wie heute nicht mehr oder weniger Missgeschicke, Unfälle, Katastrophen als an jedem anderen Tag:

Und doch spielt ein solches Datum eine Rolle. Weil es etwas an unserer Einstellung verändert. Die gute Nachricht dabei: Das funktioniert nicht nur im Negativen, etwa wenn wir uns vor einer Zahl im Kalender fürchten. Sondern auch im Positiven: Wir können uns tatsächlich aktiv dazu entscheiden, mehr Glück im Leben zu haben.

„Aber, Jürgen, ist das nicht nur esoterisches Mumpitz? Von dir hätte ich mehr erwartet!“

Langsam, langsam! Lass mich erklären.

Damit du Glück – mit „Glück“ im Sinne von „die Wahrscheinlichkeiten verändern sich spürbar zu deinen Gunsten“ – empfindest, müssen drei Dinge zusammenkommen:

  1. dein Glücks-Radar muss auf Empfang stehen

  2. du brauchst messbare Kriterien für Glück oder Unglück

  3. du musst dich aktiv Situationen aussetzen, die glücklich ausgehen können

Punkt 1 ist einfach und funktioniert an einem Freitag, den 13., ohnehin ganz prima: Halt einfach nur die Augen offen. Nach grünen Wellen. Nach schnelleren Schlangen an der Supermarktkasse. Nach Menschen im Bus, die dir zulächeln. Bäm, dein Glücksradar läuft!

Punkt 2 ist ähnlich simpel: Statt alles immer einfach hinzunehmen, überlege dir, in welchen Situationen du etwas eher als glücklich oder eher als unglücklich empfindest. Wenn du nicht eine ausgesprochen negative Einstellung zum Leben hast, wäre meine Vermutung: Da kommt über den Tag mehr an Glück zusammen, als du dir im ersten Moment eingestehen würdest. Du kannst auch gerne mal eine Strichliste führen.

Nun aber zu meinem Lieblingspunkt 3: Glück kann nur haben, wer Risiken eingeht. Pokerspielende kennen den „Coin Flip“ als eine Situation, in der zwei Spielende jeweils eine grobe 50-Prozent-Chance haben, eine Hand zu gewinnen. Meist, nachdem sie alle Chips in die Tischmitte geschoben haben und nicht mehr ihr Verhalten, sondern nur noch die Karten entscheiden, wie es ausgeht. Ausnahmslos jede Spielerin und jeder Spieler wird auf lange Sicht nur die Hälfte aller Coin Flips gewinnen – sonst wäre die Mathematik kaputt. Das Spannende aber:

Wer Coin-Flip-Situationen konsequent meidet, wird niemals einen Coin Flip gewinnen.

🤯

Wir halten also fest:

  • Um einen Coin Flip zu gewinnen, musst du Poker spielen.

  • Um positive Erfahrung mit Menschen zu machen, musst du Menschen treffen.

  • Um Glück zu empfinden, musst du in Kauf nehmen, auch mal Pech zu haben

Du kannst dir Glück auch wie einen Regenschauer vorstellen: Wer nicht rausgeht oder sich unter den Schirm stellt, kriegt davon nicht viel ab. Wenn du aber mit Anlauf in die Pfützen springst und dich mit ausgebreiteten Armen in den Garten legst, hast du nicht nur eine Menge Spaß, sondern bist am Ende auch patschglücklich.

Ein Begriff, der mir dazu erst vor wenigen Jahren zum ersten Mal begegnet ist:

Serendipität (Si apre in una nuova finestra) ist Glück, das einem widerfährt, obwohl man nicht aktiv danach gesucht hat. Der Begriff beschreibt weniger den Zufall selbst, als viel mehr den Vorgang, dass uns etwas widerfährt und wir die Situation später als glückliche Fügung wahrnehmen und einordnen. Zum Beispiel, wenn du eine Zufallsbekanntschaft machst, aus der eine Freundschaft oder eine Partnerschaft entsteht. Manche sprechen hierbei auch von „aktivem Glück“.

Glück ist beeinflussbar.
Nicht durch den Kalender.
Nicht durch Voodoo.
Sondern allein durch deine Einstellung.

wundschreiben logo (Si apre in una nuova finestra)
wundschreiben logo

Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten Wundschreiben in zwei Wochen!
Dein Jürgen

PS: Schick diese Ausgabe des Wundschreibens gerne an jemanden weiter, der sich heute vielleicht davor fürchtet, schlechte Erfahrungen zu machen!

Argomento Keine Ratschläge

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