00:00
Ich kann auch Real Life improvisieren.
00:03
Ja, was machen wir jetzt?
00:07
Wir nehmen es immer noch auf.
00:13
Ihr Geschichtswissen haben sie aus Videospielen.
00:19
Ihre Umgangsformen von Reddit und ihren Humor ...
00:22
Ach, reden wir nicht weiter drüber.
00:25
Sie heißen Philipp, Dominik und Jürgen.
00:29
Sie erzählen euch Dinge über die Vergangenheit,
00:32
die ihr so garantiert noch nie gehört habt.
00:35
Erklär das mal, Jürgen.
00:37
Willkommen bei Ach, dem Triumvirat
00:40
für historisch inspirierte Humorvermittlung.
00:50
Hier ist wieder Ach.
00:53
Ich bin Jürgen und erzähle euch Geschichten,
00:56
die ihr so garantiert noch nie gehört habt.
00:59
Hier sitzt Philipp und neben mir sitzt der Korrekte ...
01:03
Wie gerne, das hat einfach gehört.
01:10
Danke für deine Nachfrage.
01:14
Wir brauchen ein more American approach to this.
01:18
Uns muss es immer total awesome gehen.
01:20
Ich dachte, wir brauchen eine Werbeanblendung.
01:23
Diese schöne Matratze von Casper.
01:26
Flu Apron übrigens.
01:28
Macht total leckeres Essen.
01:30
Diese Unterhosen sind auch mal geil.
01:32
Nie anwies, glaub ich.
01:34
Ich hör ja viel US-Sport-Podcasts.
01:36
Der eine ist halt auch total trocken und zynisch und so.
01:40
Der macht dann seine Einspiele oftmals selber und sagt,
01:44
ich hab sie wirklich probiert.
01:46
Normalerweise sag ich das nicht, aber ich find die wirklich gut.
01:52
Beim Thema Unterhosen, Jürgen, fang noch mal an.
01:55
Das ist jetzt gemeint.
01:57
Hier, diese Vorlage.
01:58
Die anderen beiden haben nämlich hier heute das Thema fast schon erraten.
02:03
Jetzt sind sie total gespannt.
02:04
Denn es wird heute gehen um ...
02:11
Ich hab mir auch aufgeschrieben, es wird gehen um Religion, Rohkost und Penisse.
02:15
Die blutern nicht Penen.
02:18
Das glaub ich nicht.
02:20
Aber schau mal nach.
02:22
Es ist heute mal wieder ein Experiment.
02:24
Denn eigentlich sind es drei Folgen.
02:27
Heute gibt es drei zum Preis von einem.
02:31
Du hättest eine Einzelfolge bei Rohkost gemacht.
02:34
Aber die Folgen sind ...
02:35
Auch eine gute Idee.
02:37
Da die Folgen aber eh umsonst sind und gratis auch,
02:41
hab ich mir gedacht, kann ich gleich alles zusammen.
02:44
Made possible by Blue Apron.
02:47
Brought to you by ...
02:50
Ihr müsst euch konzentrieren.
02:52
Es werden viele Namen fallen.
02:54
Es geht um drei sehr ...
02:56
Ich möchte das mal sagen ...
03:01
Die von einer großen Idee geeint wurden.
03:03
Aber wahrscheinlich kannten sie sich noch nicht mal.
03:07
Wir fangen an mit Carl Wilhelm Dievenbach.
03:10
Der wird am 21. Februar 1851 als Sohn eines Malers und Zeichenlehrers
03:15
in Hadamar geboren.
03:17
Wart ich am Dievenbach?
03:19
Am Dievenbach in Hesse.
03:22
Ich hätte erwartet, dass ihr fragt, ob man Carl mit K oder C schreibt.
03:27
Dass ich von euch so was nicht erwarten brauch.
03:31
Dem Vater nacheifern, fängt er schon früh mit dem Malen an.
03:35
Mit 16 vertritt er den kränkenden Senior
03:37
bei dessen Beruf als Zeichenlehrer am Gymnasium.
03:40
Mit 17 schlägt er ein Stellenangebot des Oberschulrats aus.
03:44
Er fühlt sich zu höheren Berufen.
03:46
Kennen wir das nicht?
03:48
Ein Carl, der was Besseres will.
03:51
So fängt eine gute Geschichte an.
03:53
Ab in die Kolonien.
03:55
Bis er es im Alter von 21 Jahren mit Stipendium
03:58
auf die Königlich-Bayerische Akademie der Bildenden Künstler
04:02
in München schafft,
04:04
verdient er sich als Bauzeichner und Fotografengehilfe.
04:07
Klingt sowohl plausibel als auch bodenständig.
04:10
Wisst ihr schon, wer es ist?
04:12
Wenn ich jetzt nach jedem Satz frage.
04:15
Wenn wir jetzt zugehört hätten und den Mal nicht gemerkt hätten.
04:19
Eigentlich müsst ihr das wissen.
04:21
Schon früh erreicht er mit seinen Gemälden eine Anerkennung.
04:26
Statt in der Akademie zu erscheinen,
04:28
zieht er es vor, für seine Familie zu sorgen.
04:31
Er muss für den Vater, der krank und zitterig ist,
04:38
Er findet, seine Eltern sollten einen sonnigen Lebensabend genießen.
04:42
Die Folge ist, er verliert sein Stipendiat.
04:45
Er kann aber vom Verkauf seiner Porträts und Kinderbücher,
04:48
die er auch malt und zeichnet, leben.
04:51
Kurz nach dem Vater und Mutter dahinscheiden,
04:54
erwischt ihn der Typhus.
04:56
Eine Muskelvereiterung zieht eine Operation am rechten Arm nach sich,
05:01
bei der fast alle Oberarmenmuskeln entfernt werden.
05:04
Kann man den Arm noch bewegen?
05:06
Nicht mehr so richtig.
05:10
Der Kampf gegen die Krankheit dauert lange.
05:15
Nach zwei Jahren im Krankenhaus und ohne Aussicht auf Genesung,
05:18
entlässt er sich selbst und beginnt,
05:20
sich mit Naturheilmethoden und Vegetarismus
05:23
erfolgreich selbst zu therapieren.
05:27
Der verkrübelte Arm bleibt und zwingt ihn,
05:30
Schreiben und Malen mit links zu erlernen.
05:34
Die Pflegerin aus dem Krankenhaus nimmt er erst einfach mit
05:37
und später dann zur Frau.
05:39
Sie nimmt sie einfach mit.
05:41
Steckt sie unter den Arm.
05:45
Die ist nicht so gut.
05:47
Diese Geschichte spielt im Neandertal.
05:50
Die Frage ist, nimmst du unter den linken oder den rechten Arm?
05:53
Im Dezember 1880 wird Dievenpachs erster Sohn geboren.
05:57
Jedoch ist das arme Ding beinahe lebensunfähig.
06:00
Dann aber nimmt der Vater den röchelnden, wimmernden Wurm
06:06
unter den anderen Arm,
06:08
und legt ihn nach draußen in die Sonne.
06:10
Ein Lachen erscheint auf dem Gesicht des Kindes.
06:13
Es überlebt und erhält den Namen Kurt Helios.
06:16
Wow, okay, bitte lass mich raten,
06:21
es geht in Richtung Lichternährung.
06:24
Nee, nicht direkt, aber ganz grob vielleicht.
06:28
Der Verfinder des Solariums ist doch offensichtlich.
06:31
Das ist eine schöne, romantische Geschichte bisher.
06:34
Der Sohn wird von der Sonne geheilt
06:36
und er soll fortan bekannt sein als Kurt Helios.
06:41
Damit ist dann auch gleich das Sonnenbad erfunden.
06:45
Was es in der Geschichte bis dahin nicht gab.
06:50
Die Naturheilkunde hat einen wichtigen Platz in Karls Leben eingenommen.
06:53
Deshalb ist es nur konsequent,
06:55
dass er sein Leben daraufhin komplett umkrempelt.
06:58
Unterstützt wird er dabei vom Schweizer Naturheilkundler Arnold Rieckli
07:01
und dem Begründer des ersten Vegetariervereins Eduard Balzer.
07:04
1881 tritt unser Karl aus der Kirche aus,
07:07
die er als schmarotzend herrschsüchtiges Götzenpriestertum bezeichnet
07:10
und schließt sich einer freikirchlichen Gemeinde.
07:13
Ein Jahr später wird seine Tochter Stella geboren.
07:16
Im selben Jahr macht er auch eine visionäre...
07:20
Die Apostrophe kann man immer nicht sehen, wenn ich die mache.
07:23
Denkt euch Apostrophe, Anführungszeichen an der Stelle.
07:26
Er macht eine visionäre Erfahrung auf dem hohen Peisenberg
07:29
und nennt sich selbst zum Propheten.
07:31
Er wird quasi zum Apostel für naturgemäße Lebensweise.
07:34
Hat er zwölf Gebote mit runtergebracht?
07:37
Das ist leider nicht überliefert.
07:39
Aber ich verwute so was in der Art.
07:41
Er kommt runter und bildet sich Mott was drauf ein, seine Erleuchtung.
07:46
In der Zeit ist unser guter Karl schon ziemlich krass drauf.
07:49
Er beschimpft den Fürsten von Nassau und Preußen als habgierig
07:52
und herrschsüchtig.
07:55
Der Fürst ist der, der ihm ursprünglich das Kunststipendium bezahlt.
07:58
Die Ärzte, die ihn behandelt hatten,
08:00
nennt er doktorierte Esel und Medizinpfaffen.
08:03
Der Münchner Kunstakademie wirft der Lausbubengehabe vor.
08:08
Das werde ich auch mal jemandem anbieten.
08:11
Ich habe einen Vorwurf von demnächst.
08:13
Mit Priestern, Christen und Gott ist er sowieso ziemlich durch.
08:16
Impfen ist auch furchtbar.
08:18
Wie auch mit seinen übrigen fünf Geschwistern.
08:21
Und insgesamt missfallen ihm eigentlich
08:23
alle bürgerlichen Verhaltensweisen.
08:28
Kurzer Hinweis an die Geräte zu Hause.
08:30
Wenn ihr euch irgendwann auffällt mit eurem Weltbild,
08:33
findet ihr so 98% aller Menschen konsequent.
08:36
Die ganze Zeit scheiße.
08:38
Dann liegt es vielleicht nicht ganz an den 98%.
08:41
Sondern an diesem Weltbild.
08:43
Du weißt gar nicht, ob die Geschichte gut aussieht.
08:46
Vielleicht ist es der, der eine erleuchtete...
08:53
Bürgerliche Verhaltensweisen findet ihr nicht gut.
08:56
Dazu gehören Bier und Weinkonsum, Tabakbrauchen, Fleisch essen,
09:00
Rasierung und... Rasierung.
09:02
Rasieren und enge Kleidung.
09:06
Was bildet ihr euch ein? Tragt enge Kleidung?
09:09
Das ist bürgerlich, diese enge Kleidung.
09:12
Die Ehe beschimpfte als, Zitat,
09:14
gemeinen Zwang und fluchbeladene Frucht der Weltanschauung
09:17
längst vergangener Zeiten.
09:19
Und die Baggy Pants, er hat auch erfunden.
09:22
Besser. Seine Vorstellungen von einem erfüllten und gesunden Leben
09:25
sind ziemlich konkret.
09:27
Erstens, Leben im Einklang mit der Natur.
09:31
Soweit war man ja quasi schon.
09:33
Zweitens, Bewegung an der frischen Luft.
09:36
Erst mal, ich sag mal, Punkt eins, Punkt zwei,
09:39
das ist ja nicht kontrovers.
09:41
Drittens, Abkehr von jedweder Religion.
09:44
Jetzt wird's schon schwieriger.
09:46
Viertens, Ausübung von Freikörperkultur.
09:49
Ruhig, jetzt geht's los.
09:51
Fünftens, fleischlose Ernährung als Veganer.
09:54
Und sechstens, Ablehnung der Monogamie.
09:59
Also, ich mein, die Highlights am Schluss, würde ich mal sagen.
10:02
Fortan verkündete in München seine Lehren.
10:06
Meistens ohne Hosen.
10:08
Er steht am Nikualienmarkt, oder?
10:13
Herr hören, Herr hören! Sieh, Tier!
10:16
Das klingt jetzt natürlich skandalös,
10:18
aber er trägt stets eine Kutte und Sandalen.
10:21
Also, er ist nicht komplett nackt.
10:23
Aber er steht da und hält Vorträge, die er z.B. nennt,
10:26
über die Quellen des menschlichen Elends, Krankheit, Armut und Verbrechen
10:30
und deren Beseitigung durch naturgemäße Lebensweise.
10:33
Das ist meine catchy Headline.
10:36
Ich bin überzeugt, die Leute im Arm drücken.
10:41
Ich hab das hier untertitelt mit Hosen runter für den Weltfrieden.
10:46
Könnte eigentlich so ein neues Projekt sein.
10:48
Band Aid, Hosen runter für die Welt.
10:50
Find ich eigentlich schön.
10:52
Kennt ihr den Naked Subway Ride?
10:54
Der war jetzt erst wieder. Der ist immer im Januar, glaub ich.
10:57
Nürnberg war noch keiner.
10:59
Ich glaub, dass mittlerweile auch Nürnberg dabei ist.
11:02
D.h., dass du mit der U-Bahn nackt fährst?
11:04
Wer akzeptiert das?
11:06
Also, ist es so, dass du die Schaffner nicht treffen darfst?
11:10
Nee, ist es ja nicht. Du hast schon eine Unterhose an.
11:13
Einfach bloß keine normale Hose.
11:15
Grundsätzlich, nee, das erzähl ich euch später.
11:18
Später erzähl ich euch noch was zu Nacktheit,
11:20
zum aktuellen Rechtsstand.
11:22
Ansonsten nach Improv Everywhere gucken.
11:27
Aufgrund seiner Lebensweise und Lehren
11:29
nennen die Leute ihn ab da nur noch den Kohlrabi-Apostel.
11:32
Da wären so einfache Dinge gewesen.
11:36
Er hat keine Hosen an.
11:38
Und das ist das naheliegendste Kohlrabi, meine Güte.
11:42
Ich hätte ihn ja auch den FK Karl genannt.
11:45
Vielleicht kommt das ja noch.
11:47
Ich hoffe für ihn und sein Geschlechtsteil,
11:50
dass Kohlrabi eher mit seinem Konsum zu tun hatte
11:53
als mit den Dingen, die man so gesehen hat.
11:58
Weil Karotten und dergleichen sehe ich ja noch ein.
12:01
Aber Kohlrabi ist doch ziemlich rund.
12:07
Den Spott seiner Zeitgenossen könnt ihr euch sicher denken.
12:11
Die Verfolgung durch eben jene müsst ihr mir einfach glauben.
12:15
Auch die ersten Geldbusen und eine Verurteilung
12:18
wegen groben Unfugs lassen nicht lange auf sich warten.
12:22
Moment, das ist grober Unfug.
12:26
Die Folge ist ein Versammlungsverbot.
12:28
Er hat tatsächlich auch Leute um sich geschart bei seinen Vorträgen.
12:32
Und war auch nicht nur auf der Straße,
12:34
sondern hat auch in Kneipen und Veranstaltungsräumen getroffen.
12:40
Hört her! Hört her! Hört her!
12:43
Seid nackt! Esst nur den Kohlrabi, nicht den Hasen!
12:48
Seid nackt! Wieder sagt Monika Mie!
12:51
Und verhaltet euch wie die Kanne Köl.
12:54
Und legt eure Kinder in die Sonne.
12:57
Die Folge ist Versammlungsverbot.
12:59
Also ergreift unser Kohlrabi-Apostel 1885 die Flucht
13:02
und zieht sich in einen verlassenen Steinbruch
13:05
bei Hölrigitzkreut im Isartal zurück.
13:07
Das ist eine gute Idee.
13:09
Wenn du da deine Ruhe hast und andere haben Ruhe vor dir,
13:12
wunderbar für alle.
13:14
Da kann man mal ungestört ohne Hosen rumlaufen.
13:17
Dievenbach gründet dort die Lebensgemeinschaft Humanitas
13:20
und lacht sich seinen ersten Jünger an,
13:22
den Wanderprediger Johannes Gutzeit.
13:24
Am 8. Oktober wird sein zweiter Sohn Luzidus geboren.
13:28
Luzidus oder Luzi... Luzidus.
13:31
Ich weiß nicht, ob meine Autokorrektur das hier verbockt hat.
13:34
Aber ich glaube, er hieß Luzius.
13:38
Kurz darauf erhält die Familie noch einmal Nachwuchs.
13:41
Jünger Nr. 2 ist Nachwuchsmaler
13:43
und heißt Hugo Reinhold Karl-Johann Höppener.
13:49
Deshalb kriegt er von Dievenbach auch den Spitznamen Fidus
13:52
und wird später zu einem der bekanntesten Maler Deutschlands.
13:55
Ich weiß nicht, ich hab von dem noch nie gehört.
14:00
Der heißt so auch...
14:03
Er übernimmt diesen Spitznamen als Künstlernamen
14:06
und wird später als Fidus zu einem der bekanntesten Maler.
14:09
Millionen von Hörern klatschen sich gerade ins Hören,
14:12
weil wir ihn nicht kennen.
14:16
Aber dafür sind wir ja da.
14:18
Dievenbach und Fidus werden 1888 wegen öffentlichen Unfug angeklagt.
14:22
Die werden Kinder nackt Sonnen baden lassen.
14:28
Diesem ersten Nudistenprozess Deutschlands folgt zweimal kerkerhaft.
14:33
Und wer kommt da vorbei, dass es denen stört?
14:36
Das ist die gute Frage.
14:38
Eigentlich sitzen die ja ziemlich alleine in ihrem Steinbruch.
14:41
Ich glaube vor allem, dass du heutzutage Kinder
14:44
noch nackt rumlaufen lassen dürftest, dass das tatsächlich kein Unfug ist.
14:48
Wir hatten ja schon mal die Frage, was war Schlägerei?
14:54
Schlägerei an sich?
14:56
Hat das jemand recherchiert?
15:00
Aber ich bin mir sicher, dass Unfug definitiv kein Strafbestand mehr ist.
15:04
Ist das der Strafbestand?
15:06
Erregung öffentlichen Ärger.
15:09
Das gibt es schon noch.
15:11
Das ist wahrscheinlich das Gleiche wie Unfug.
15:13
Da müssten wir beim Rechtsbelehrungspodcast anfragen.
15:16
Wir stellen eine offizielle Anfrage.
15:24
Was ist eine sehr gute Frage, Philipp.
15:26
Ein Fries ist eine Art architektonische Verzierung.
15:29
Das ist hier, wenn man aus Steinen dreidimensional was rausklöppelt,
15:33
das dann an einem Haus angebracht ist.
15:38
Sie arbeiten an einem Fries,
15:41
der auf einer Gesamtlänge von 68 Metern,
15:44
in Scherenschnitt ähnlichen Szenen, nackte kindliche Fröhlichkeit
15:47
und das persönliche Glaubensbekenntnis des Lebensreformers illustriert.
15:51
Und gebaut war es ausschließlich aus Kartoffeln und Kohlrabi.
15:55
Ich finde 68 Meter für so ein Steinkunstding ordentlich.
16:01
Ist es dann lebensgroß?
16:03
Sind die Kinder dann... Es ist 68 Meter lang?
16:08
Ich habe nichts von nackten Kindern gesagt.
16:11
Ich habe gesagt, nackte kindliche Fröhlichkeit.
16:15
Hä? Da habe ich jetzt mal nackte kindliche Kinder.
16:18
Kindliche Fröhlichkeit? Man muss sich das mal angucken.
16:21
Ich glaube, nackte Kinder ist wahrscheinlich schwierig.
16:24
Man kann es nicht so genau erkennen. Ich kann euch ein Bit zeigen.
16:30
Doch noch vor der Fertigstellung überwerfen sich die beiden Künstler
16:33
im Streit um die Verwendung des Erlöses
16:35
aus einer kürzlich abgehaltenen Ausstellung.
16:38
Sie sind aktiv und ins soziale Leben integriert,
16:41
stellen Bilder aus und sind gar nicht so unerfolgreich.
16:44
Sie kaufen keine Kartoffeln, keine Kohlrabi,
16:47
keine Kartoffeln, keine Kohlrabi.
16:50
Und zwar so weit, dass Fidus weiter nach Berlin zieht.
16:53
Kurz darauf verlässt auch Dievenbach den Steinbruch.
16:57
Seine Frau stirbt und er nimmt die drei Kinder mit nach Dorfen.
17:00
Oh je. Es war tragisch hier.
17:02
Erst mal tragisch. Aber es wird jetzt noch viel tragischer.
17:05
1892 hat Dievenbach seinen ersten großen Auftritt mit dem Fries
17:09
im österreichischen Kunstverein in Wien.
17:13
Er hat es unter dem gesunden Arm und man steht damit nach Wien.
17:20
Wann ist das mal? Ich muss erst ausrollen.
17:23
Es ist eine achtmonatige Ausstellung.
17:25
Also tatsächlich, glaube ich, wenn man so einen Fries da irgendwo hinschafft,
17:28
nimmt man das nicht auch gleich am nächsten Morgen wieder mit.
17:31
Und die Kartoffeln treiben aus.
17:34
Und es ist ein sensationeller Erfolg.
17:36
Und es verschafft die Berühmtheit weit über die Grenzen
17:38
Deutschlands und Österreich hinaus.
17:40
In Wien werden knapp 80.000 Besucher gezählt.
17:45
Die Leitung des österreichischen Kunstvereins jedoch
17:49
haut Dievenbach übers Ohr und unterschlägt die kompletten Einnahmen.
17:54
Sehr nett, diese Österreicher.
17:56
Ich möchte auch dort die Kartoffeln wieder ausspriesen.
18:03
Das habe ich nur getan.
18:05
Es wird noch viel besser.
18:07
Also hebt euch noch ein bisschen was auf.
18:09
Ich bin jetzt schon mal auf dem Stimmen zu imitieren.
18:11
Dann fange ich auch an.
18:13
Du weißt, wie das endet.
18:18
Dievenbach zieht einmal mehr weiter.
18:20
Dieses Mal nach Ägypten.
18:22
Dievenbach zieht weiter.
18:24
Die Kartoffel hat Durst.
18:28
Das ist doch das 19. Jahrhundert.
18:30
Da ist doch Ägypten jetzt nicht gerade nebenan.
18:32
Der läuft halt drüber.
18:34
Da ist doch gerade mal so ein bisschen Italien übers Wasser.
18:36
Drei Kinder unter dem Arm und dann geht es los.
18:38
Die Frage ist, ob er seinen Friesen mit dabei hat.
18:40
Aber ich glaube nicht.
18:45
Er steigt nämlich auch von Friesen auf Tempelbauten um.
18:49
Was macht man sonst in Ägypten?
18:51
Pyramiden haben sie schon.
18:53
Tatsächlich baut er keine Tempel, sondern er plant Tempel.
18:55
Aber ich wollte gerade sagen,
18:57
ist das nicht ein bisschen im Widerspruch gegen den Anspruch
18:59
gegen sämtliche Kirchen?
19:01
Oder ist er nur gegen die Kirche und nicht gegen Gottheit?
19:03
Das ist ein sehr interessanter Punkt.
19:05
Aber ich glaube, ich habe das schon mal gemacht.
19:08
Aber ich glaube, ich habe es als Abkehr von jedweder Religion bezeichnet.
19:10
Von daher hast du natürlich vollkommen recht.
19:12
Also eigentlich verkauft er gerade seine Seele.
19:16
Vielleicht kommt ihm genau die gleiche Eingebung.
19:18
Denn schon kurze Zeit später, im Jahr 1897,
19:20
verschlägt es ihn zurück nach Wien.
19:22
Die Stadt gründet eine Ehrenvereinigung zur Rettung KW Dievenbachs.
19:24
Offensichtlich haben sie Mitleid.
19:28
Aber auch das hilft ihm nicht recht weiter.
19:30
Und er muss Konkurs anmelden.
19:32
Alle seine Bilder werden verschleudert.
19:35
Und er muss sich nicht mehr in die Kürze verbreiten.
19:37
Er muss sich nicht mehr in die Kürze verbreiten.
19:39
Und das finde ich besonders bitter.
19:41
Teilweise sogar zerschnitten und die Rückseite als Mahlleinwand verkauft.
19:45
Wir schummeln einen Kartoffel für den Namen der Künstler.
19:47
Wir schummeln einen Kartoffel für den Namen der Künstler.
19:49
Wir spenden sie auch.
19:51
Das ist das Schlimmste, was du mit so einem Künstler machen kannst.
19:53
Und wahrscheinlich wird sein Fries noch irgendwo in der Kindertagesstätte
19:55
an der Wand angebracht.
19:57
Wobei die Frage für mich ist dann eher,
19:59
ist es nicht schlimmer, wenn du einfach komplett nicht beachtet wirst?
20:02
So ist ja so ein Abenteuer.
20:04
So ist ja so ein Abenteuer.
20:06
So ist ja so ein aggressiver Umgang damit.
20:08
Das ist ja was, woran du dich als Künstler reiben kannst.
20:10
Wenn du wirklich Widerspruch erzeugst und Leute deine Sachen kaputtmachst.
20:12
Wenn du wirklich Widerspruch erzeugst und Leute deine Sachen kaputtmachst.
20:14
Aber wenn die Rückseite deiner Bilder zum Neubemalen genutzt wird?
20:16
Aber wenn die Rückseite deiner Bilder zum Neubemalen genutzt wird?
20:18
Besser als die Vorderseite.
20:20
Also das ist schon ein ziemlicher Schlag ins Gesicht.
20:22
Also ich muss tatsächlich sagen, man kann verstehen,
20:24
warum er irgendwie mit der Rest der Gesellschaft,
20:26
mit dem irgendwie nicht ganz klar kommt.
20:31
Rudis Kunstterrestehandel.
20:33
Möchten auch Sie gerne mal wieder malen,
20:35
aber die Rückseite von diesem blöden Van Gogh.
20:37
Wir zerschneiden es für Sie.
20:39
Schnippi die Schnappe und Sie haben ein Zappel Material.
20:41
Was es aber fast noch schlimmer macht,
20:43
ist, dass die Presse das feiert.
20:47
Sie meistert des Nichtstuns,
20:49
titelt zum Beispiel das Wiener Tageblatt.
20:51
Und endlich zur Strecke gebracht, die Ostdeutsche Rundschau.
20:56
Was hat er denn getan, um es mit denen zu verscherzen?
20:58
Die waren eher konservativ unterwegs.
21:00
Also bisher, das Schlimmste, was er getan hat,
21:02
war, dass er ohne Hosen irgendwo in der Innenstadt umstarrte.
21:08
Aber er war auch ein rechter Klugscheißer.
21:10
Niemand mag Klugscheißer.
21:12
Wobei, ich finde, Hosen los klingt für mich danach,
21:14
als hätte er ein T-Shirt an, aber keine Hose.
21:16
Aber er hat ja eine Robe an.
21:18
Ich meine, wenn er auch einen Rock anhält oder irgendwas.
21:21
Finde ich jetzt nicht wirklich schlimm.
21:23
Das war eine hosenlose Frechheit.
21:25
Du musst aber auch bedenken, welche Zeit wir hier sind.
21:27
Das sind ja doch relativ konservative Zeiten noch.
21:29
Gut, das stimmt natürlich.
21:31
In der Hochzeit der Hosen.
21:33
Das ist ja total angesagt.
21:35
Dievenbach plant, selbst eine Zeitung mit dem Namen Humanitas herauszugeben.
21:39
Und er stellt erneut eine Ausstellung seiner Werke auf die Beine.
21:41
Also er gibt noch nicht auf.
21:43
Die Kartoffel sprießt wieder.
21:45
Unterstützt wird er dabei von Bertha von Sutner.
21:47
Ja, Bertha von Sutner.
21:50
Die erste Frau mit Friedensnobelpreis.
21:56
Ihre Birnenkollektion.
21:58
Für den Frieden. Was weiß denn ich?
22:00
Kennst du nicht Bertha von Sutner?
22:02
Die hat jetzt genau den Friedensnobelpreis gekriegt.
22:04
Die war halt sehr humanitär unterwegs.
22:06
Ah ja, das ist eine voll befriedigende Antwort.
22:08
Vielen Dank, Jürgen.
22:10
Kannst du mir sagen, wofür die Europäische Union
22:12
einen Friedensnobelpreis gekriegt hat?
22:15
Da reicht die Zeit nicht.
22:17
Moment, die Frage ist, wo hängt ihr die oben?
22:19
Ist euch eigentlich bewusst,
22:21
dass Friedensnobelpreis hat die EU bekommen?
22:23
Und Person of the Year war mal you.
22:25
Und die hat die EU bekommen.
22:27
Und die hat die EU bekommen.
22:29
Und die hat die EU bekommen.
22:31
Und ich bin neulich auf ein you.
22:33
Also du im digitalen Zeitalter.
22:35
Du warst du Person of the Year.
22:37
Und als Bürger der EU warst du quasi,
22:39
hier hast du den Friedensnobelpreis gewonnen.
22:42
Ich bin neulich auf ein Xing-Profil von jemandem gestoßen,
22:44
der das bei Meriten und Honors drinstehen hatte.
22:46
Friedensnobelpreis Jahr 2000 so und so viel.
22:48
Person of the Year.
22:50
Bisschen wie bei Big Lebowski, der herrschte so einen Spiegel,
22:52
der aussieht wie ein Teil der Welt.
22:54
Der hat so einen Spiegel, der sieht aus wie ein Teil der Welt.
22:56
Der hat so einen Spiegel, der sieht aus wie ein Teil der Welt.
22:58
Der hat so einen Spiegel, der sieht aus wie ein Teil der Welt.
23:00
Der aussieht wie ein Time-Cover.
23:02
Und wenn du reinschaust, siehst du halt, oh, Person of the Year.
23:04
Und es ist dein Bild.
23:07
Ist aber ne gute Idee.
23:09
Ich glaub, ich muss jetzt mal schnell, können wir kurz unterbrechen?
23:11
Ich muss mein Xing-Profil aktualisieren.
23:13
Ich war noch nicht beim zweiten Unterstützer.
23:15
Den kenn ich aber nicht.
23:17
Michael Georg Conrad.
23:19
Schreender Quatsch mit Michael.
23:21
Heute die Kartoffel.
23:23
Schriftsteller und Naturalist.
23:25
Was auch immer das genau bedeutet.
23:27
Aber er war wahrscheinlich like-minded, wie man so schön sagt.
23:29
Aber er war wahrscheinlich like-minded, wie man so schön sagt.
23:31
Große Erfolge verzeichnet Tiefenbach mit diesem Projekt nicht.
23:34
Große Erfolge verzeichnet Tiefenbach mit diesem Projekt nicht.
23:36
Aber er schadet in jeden Tagen zeitweise bis zu 20 Schüler und Jünger um sich.
23:38
Aber er schadet in jeden Tagen zeitweise bis zu 20 Schüler und Jünger um sich.
23:40
Mit so vielen Fans gründet sich die Künstlerkommune Himmelhof ja quasi von selbst.
23:42
Mit so vielen Fans gründet sich die Künstlerkommune Himmelhof ja quasi von selbst.
23:44
Aus dieser Kommune gehen später zahlreiche Alternativbewegungen und diese sogenannten Lebensreformer hervor.
23:46
Aus dieser Kommune gehen später zahlreiche Alternativbewegungen und diese sogenannten Lebensreformer hervor.
23:48
Die tummeln sich in dieser Kommune. Tiefenbach selbst lebt noch immer nach den Maßstäben, die er ja früher bereits für sich aufgestellt hat.
24:00
Die tummeln sich in dieser Kommune. Die tummeln sich in dieser Kommune.
24:02
Ihr wisst schon, Naturkram, Nacktheit, Abkehr von Monogamie und so.
24:04
Man erzählt sich, dass er stets mindestens zwei regelmäßig wechselnde Eisen im Feuer hat.
24:06
Man erzählt sich, dass er stets mindestens zwei regelmäßig wechselnde Eisen im Feuer hat.
24:09
Man erzählt sich, dass er stets mindestens zwei regelmäßig wechselnde Eisen im Feuer hat.
24:11
In seinem Testament schreibt er 1909, später über diese Zeit, auf der Suche nach einer Stelle, in der er sich um die Erfolge und die Erfolge erweckt hat.
24:13
In seinem Testament schreibt er 1909, später über diese Zeit, auf der Suche nach einer stillen, füchsamen, wie weiches Wachs mich umgebenden Weiblichkeit nahm ich die Maya mit zu mir, die ich als höchst anständig und meinen Bedürfnissen entsprechend kennengelernt habe.
24:31
Um euch ein Gefühl für seinen Frauenbitt zu geben.
24:33
Von seinen Anhängern verlangt er ebenfalls die Abkehr von Monogamie, jedoch in die andere Richtung.
24:39
Also, die Anhänger müssen keusch sein, er kniggelig knack, mit Maya und den ganzen anderen.
24:47
Also Moment, das ganze artet langsam in einem Kunstharem aus, in dem man sich nur vegan bzw. vegetarisch ernähren darf, richtig?
24:55
Ja, das trifft ganz gut.
24:59
Auch die Gehorsamkeit seitens seines Gefolges ist ihm stets ein großes Anliegen.
25:03
Und so kontrolliert er beispielsweise die Post seiner Unterd... ich meine natürlich seine Jünger.
25:10
Die Künstlerkommune geht nach kurzer Zeit bankrott.
25:12
Ok. Bis dahin hätte ich noch gesagt, ja ok, wenn die Leute das halt auch wirklich alles so wollen, ok.
25:16
Aber bei so Kontrollsachen hört es halt auf.
25:20
Das ist ja bei so Kommunen immer schwierig, wo fängt dieses Freiwillige, das Aufgeben des ganzen Baggels, wo hört es auf und wo fängt der Zwang an?
25:30
Tiefenbach zieht erneut um, dieses Mal auf Capri.
25:34
Der kommt rum, hey, nicht schlecht.
25:36
Dort bringt er es zu Erfolg und Ansehen als Künstler, während man den Kohlrabi-Apostel in Deutschland sehr schnell vergisst.
25:42
Nach einer erneuten Heirat, einigen Ausstellungen und einem Sanatoriumsbesuch beginnt Tiefenbach 1907 mit der Planung eines eigenen Tempels auf Capri.
25:52
Kurze Frage, warum heiratet der gute Mann?
25:54
Das ist auch eine der vielen Fragen, die an der Stelle unbekannt bleiben muss.
25:58
Oder ist es ein ganz bewusstes, ich heirate und halte mich dann nicht dran?
26:05
Ich glaube, dass der einfach im Alter auch wieder dann doch so ein bisschen von seinen ganzen Predigten irgendwie abweicht.
26:13
Vermute ich jetzt aber wirklich nur.
26:15
Sie war wahrscheinlich seinen Bedürfnissen entsprechend.
26:21
Tiefenbach stirbt 1913 im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Darmverschlusses.
26:27
Soweit ich weiß, ohne Tempel.
26:29
Er hat dann die letzten Jahre seines Lebens damit zugebracht, seinen Tempel zu planen, aber er hat es nicht mehr geschafft, ihn zu bauen.
26:35
Tempel für sich selbst dann sozusagen?
26:37
Ja, für sich und seine.
26:39
Er ist ja schon fast eine Religion.
26:42
Er hat Anhänger, er hat konkrete Vorstellungen, er schießt die anderen zum Teufel.
26:48
Aber wie geil das auch ist, du gründest eine Religion, die erstmal besagt, ja Religion ist Mist.
26:54
Ja, das machen doch alle, oder?
26:56
Der einzig war, glaube ich.
26:58
Du gründest doch eine Religion.
27:00
Lass mich drüber nachdenken.
27:04
Fun fact, 1927 wird in Wien eine Straße nach ihm benannt, 1945 eine in München und 2015 erhält ein Asteroid den Namen Tiefenbach.
27:16
Ja, ich glaube, Asteroiden gibt es inzwischen einfach ordentlich viele.
27:20
Meinst du, jetzt sind die Namen ausgegangen?
27:22
Nee, aber es sind auch ein paar verschobene Leute, die inzwischen Asteroiden nach sich benannt haben.
27:27
Ja, wenn wir es so weit machen.
27:29
Das können wir dann noch unten ins Gesinmprofil dranhängen.
27:33
Wollt ihr noch kurz über Tiefenbach reden oder seid ihr bereit für Kandidat Nummer 2?
27:37
Tiefenbach, Tiefenbach, Tiefenbach.
27:39
Okay, also dann redet.
27:41
Schreibt mir eine mit T oder mit D.
27:45
Du weißt ja, der Franke, da bin ich nicht so ganz sicher.
27:47
Ich hab mich schon echt schwergetan, das immer wieder auszusprechen.
27:49
Dabei ist es D eigentlich leicht, ne?
27:51
So, habt ihr noch sonst Fragen?
27:53
Ich hab noch eine Frage, ist Darmverschluss wirklich der würdeloseste Tot, den es überhaupt gibt?
27:57
Denk an die, Achtung, Spoiler, einer vergangenen A-Folge.
28:04
Denke an dem, ich erhänge mich selbst in meiner eigenen Konstruktion, die mir hilft, aus dem Bett zu kommen.
28:10
Und was ist mit dem Typ, der draufgegangen ist, weil der andere Typ in seinem U-Boot die Toilette nicht richtig bedient hat?
28:20
Selbstreferenzielle Podcasts.
28:22
Ja, das können wir.
28:24
Also, Nummer zwei mach ich ein bisschen schneller.
28:28
Der ist nicht ganz so interessant, aber der gehört auch irgendwie dazu.
28:32
Das klingt aus so einem Onkel-Dinker im Mark.
28:36
Er heißt Richard Ungewitter.
28:38
Richard Weizsäcker.
28:40
Am 18. Dezember 1869 wird in Artern in Sachsen Richard Ungewitter geboren.
28:44
Das Wetter war sonnig.
28:47
Zunächst arbeitet er als Gärtnergehilfe, später gründet er in der Klinik.
28:51
Gärtnergehilfe, später gründet er eine Brotfabrik.
28:55
Geile, steile Karriere würde ich sagen.
28:57
Nach deren Konkurs arbeitet er als Handelsvertreter.
29:01
Und dann hat er Hip-Hop gemacht.
29:05
Und das sind die Begründer von Fettes Brot.
29:09
Irgendwann lernt Ungewitter Heinrich Pudor kennen, der als Heinrich Scham und Ernst Deutsch Schriften über Nacktheit publiziert.
29:17
Das inspiriert Ungewitter dazu, selbst zum Griffe zu greifen.
29:21
Meinst du damit das Schreibgerät?
29:32
1903 veröffentlicht er die Broschüre Wieder nackt gewordene Menschen.
29:36
Das Pamphlet wird insgesamt 100.000 Mal gedruckt und erreicht demzufolge ein großes Publikum.
29:42
Liebes Tagebuch, gestern war ich nackt.
29:46
Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
29:48
Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
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Ich habe es mir nicht so gut gemacht.
34:08
Schwierig wird es ab 1923.
34:10
Ungewitter kann eine Satzungsänderung durchsetzen,
34:13
die Rassenhygiene und Bekenntnis zu einer politischen Partei
34:16
von den Mitgliedern einfordert.
34:18
Ab jetzt wird es eklig.
34:20
Die Mitglieder verlassen, oft sogar einen großen Gruppen,
34:23
den Treubund, der darauf rasch an Bedeutung verliert.
34:27
Der Witz ist, dass Ungewitter schon 1910 klar formuliert hat,
34:31
dass er ein rassistischer Drecksack ist.
34:33
Immer wenn du denkst, das ist lustig, ein wenig harmlos,
34:37
das hat spinnende Ideen und meinetwegen fördert eine heute existierende Subkultur,
34:43
nein, es müssen immer irgendwelche Typen arschlöcher sein.
35:05
Das hat er geschrieben 1910 und da ist noch keiner drauf gekommen.
35:08
Wie meint er, ich hätte darauf kommen können?
35:11
Es ist schon klar, dass in diesem Jahrzehnt es auch sehr en vogue war,
35:15
sich in die Richtung über Rasse auszulassen.
35:17
Aber aus heutiger Sicht war es eine dumme Scheiße.
35:21
Aber ich finde es auch, vielleicht ist auch die Bewegung unter anderem anders.
35:25
Aber meine Erfahrung mit FKK, die ich jetzt nicht persönlich hatte,
35:31
sondern einfach, was ich mir eingelesen habe, was man so mitbekommt,
35:34
da sind ja auch sehr viele Rentner dabei.
35:37
Und allgemein geht es ja nicht wirklich...
35:39
Herr Dominik hat eigentlich noch einen FKK-Podcast,
35:42
den er nackt aufzeichnet im Wald.
35:44
Nein, aber diese nur mit Kopfhörer.
35:47
Letztendlich, was dieser Herr sagt,
35:49
ist ja, dass nur die schönen Körper sich erkennen sollen und paaren.
35:57
Und das ist ja ein bisschen im Gegensatz zu dem, was heute die FKK-Bewegung...
36:03
Nein, aber die jetzige FKK-Bewegung geht ja überhaupt nicht mehr hin.
36:08
Da ist ja sehr viel welches Fleisch am Start.
36:10
Ich glaube, das kommt tatsächlich drauf an.
36:12
Ich glaube einfach, wenn du einen FKK-Strand irgendwo beliebig in der Ozee hast,
36:18
dann hast du halt viele Leute, die gerade aus den neuen Bundesländern
36:23
damals in ihrer Jugend, in dieser FKK-Bewegung,
36:26
die da ja auch noch stärker verwurzelt ist, unterwegs waren und es immer noch tun.
36:30
Aber es gibt auch heute Stand in der, boah, Neon, ich weiß gar nicht mehr,
36:35
dass es sozusagen auch wirklich explizit für junge Leute FKK-Vereine und Reisen gibt.
36:43
Ich wollte gerade sagen, ihr habt sehr krasse Schubladen, was FKK angeht.
36:46
Das ist ein Bild, das eigentlich heutzutage überhaupt nicht mehr zutrifft.
36:50
Lasst uns später noch mal über FKK, so wie es heute ist, reden.
36:54
Und Vorurteile ausräumen.
36:58
Warum? Die Vorurteile sind das, was mich zusammenhält.
37:01
Ach, Schwassen, sein Cocolores.
37:03
Wo war mein? Ungewitter.
37:08
Ungewitter, ihr wisst schon, rassistischer Drecksack.
37:10
1953 erhält Ungewitter die Ehrenmitgliedschaft
37:13
im Deutschen Verband für Freikörperkultur, e.V.
37:16
Hat er den selbst gegründet?
37:18
Nee, er lebt noch und wird Ehrenmitglied.
37:20
Fünf Jahre darauf stirbt Ungewitter
37:23
exakt einen Tag vor seinem 89. Geburtstag.
37:26
Während Dievenbach jetzt eher der spirituelle Vordenker von FKK war,
37:31
gilt Ungewitter quasi als Vater des FKK in Deutschland.
37:36
Besonders interessant an dem Typen,
37:38
und warum ich ihn dann auch tatsächlich hiermit aufgenommen habe,
37:43
ist, wie sich seine Bibliografie über die Jahre entwickelt.
37:47
Ich lese euch mal die Titel der Veröffentlichung vor,
37:50
die Ungewitter zu seinen Lebzeiten verfasst hat.
37:53
1903, wieder nackt gewordene Menschen.
37:55
1908, die ethische Kitzereien, die Eiweißtheorie
37:58
mit ihren Folgen als Krankheitsursache
38:00
und ihre wissenschaftlich begründete Verabschiedung.
38:03
1909, nackt, eine kritische Studie.
38:05
1911, Kultur und Nacktheit, eine Forderung.
38:08
Ich glaub, er hat ein Thema gefuckt.
38:10
Du musst jetzt gerade die zwei in Folge hören, sorry.
38:13
Also 1911, Kultur und Nacktheit, eine Forderung.
38:16
1913, Nacktheit und Kultur, neue Forderung.
38:19
1919, die Forderung kehrt zurück.
38:23
1919, Rassenverschlechterung durch Juder.
38:26
1920, Nacktheit und Aufstieg,
38:28
Ziele zur Erneuerung des deutschen Volkes.
38:31
1921, Rettung oder Untergang des deutschen Volkes.
38:34
Nur für deutsch-Geborne, Ausrufezeichen.
38:37
1925, Nacktheit und Moral, Wege zur Rettung des deutschen Volkes.
38:41
1934, Ausentartung zur Rassenpflege, ein Weckruf in 12. Stunde.
38:45
1938, Deckschrift zur Impfung.
38:48
Deckschrift zur Impfung.
38:50
Deckschrift zur Impfung.
38:52
Man sieht schon, dass er sich thematisch
38:55
so ein bisschen weiterentwickelt, möchte ich es mal nennen.
38:59
In eine Arschlochrichtung.
39:01
Wo es am Anfang echt nur im Schnipel geht,
39:05
geht es am Ende um ganz klare, rassistische,
39:08
nationalsozialistische Ideologie.
39:13
Jetzt will ich euch noch eine andere Geschichte erzählen.
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Und zwar die von August Engelhardt.
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Wie die beiden Herren vorher gehört er zu den Pionieren
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der FKK-Bewegung in Deutschland.
39:24
Am 27. November 1875 wird in Nürnberg August Engelhardt geboren.
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Ein Low-Podcast-Ort.
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Einer unserer Homies quasi.
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Er bricht seine schulische Ausbildung am Gymnasium vorzeitig ab
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und beginnt eine Lehre zum Apotheker-Gehilfen.
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Zu seinen Hobbys zählen gesunde Lebensführung, FKK und Rohkost.
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Ich finde es immer seltsam.
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Ernährungsweisen als Hobby aufzuträten.
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Das habe ich ihm jetzt ein bisschen hingedichtet.
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Aber er befasst sich viel mit Rohkost.
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Ich nehme alles zurück.
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Im Herbst 1899 tritt er Jungborn bei.
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Einem Verein für Naturnahes Leben.
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Vegetarismus und Nudismus sind die Grundpfeiler des Vereins,
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wobei gerade Letzteres regelmäßig zu Konflikten mit dem Gesetz führt.
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Praktizierter Nudismus geht derzeit, also wir sind 1899, als unsittlich.
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Die Situation wird verschlimmer,
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dass Vereinsgründer Adolf Just wegen unstaathafter Betätigung
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als Naturheilkundler verurteilt und eingesperrt wird.
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Engelhard ist unglücklich mit derlei gesellschaftlichen Konventionen
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und fühlt sich von der Zivilisation eingezwingt.
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Also reist er im Jahr 1902 nach Neuginea im Pazifischen Ozean.
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Auf der Insel Cabacon
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kauft er eine 75 Hektar große Kokosnussplantage
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und lässt sich dort nieder.
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Er ist der einzige Weiße weit und breit.
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Frei nach dem Motto, hier kennt mich keiner,
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lebt Engelhard frei von gesellschaftlichen Zwängen,
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fortahnt seine Naturverbundenheit aus.
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Der nackte Weißmann.
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Woher hat er denn das Geld?
41:01
Der hat reiche Eltern, glaube ich.
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Der ist in reiche Verhältnisse geboren.
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Also merkt euch, wenn ihr reich geboren seid, könnt ihr nackt sein.
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Außerdem stellt er seine Ernährung um, weil er Rohkost egal findet
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und überall auf der Insel im Überfluss gibt.
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Ihr könnt euch vorstellen, von was er sich hauptsächlich ernährt hat.
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Auf seinem Eiland der Glückseligkeit
41:26
strickt er aus seinen persönlichen Erfahrungen
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eine religionsähnliche Lebensphilosophie.
41:33
Wie kommt uns das nur bekannt vor?
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Im Zentrum der Pseudoreligion steht die Sonne als Quell allen Lebens.
41:39
Die logische Konsequenz, die Kokosnuss, die ja die Frucht ist,
41:42
ist die bekommensste Nahrung des Menschen.
41:44
Weil es so weit oben ist? Genau.
41:48
Das kommt noch besser.
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Die Kokosnuss ist also das pflanzliche Ebenbild Gottes.
41:53
Also die Sonne ist so was wie der Gott.
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Und die Kokosnuss ist quasi so was wie Jesus.
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Und nackt sein ist halt so was wie beten.
42:02
So kann man sich das ungefähr vorstellen.
42:06
Diese, ich nenne es mal Glaubensrichtung,
42:09
wird als Kokowurismus bekannt.
42:11
Ich hoffe, ich hoffe echt, dass die, es gibt die Statistik,
42:15
dass weltweit so viel mehr Menschen durch Kokosnussimpakt sterben,
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als von Heinen getötet werden zum Beispiel.
42:23
Und ich hoffe echt, dass sie quasi ihre Religionsausübung
42:27
nicht unter den Palmen der Kokosnuss machen.
42:30
Ich hoffe, Coco Chanel wird Mitglied.
42:36
Ich muss an der Vollständigkeit an der Stelle erwähnen,
42:39
dass das nicht aus Kuba stammt,
42:41
also diese kokosnusszentrierte Glaubensrichtung.
42:45
Ich konnte aber keinen ernsthaften Beleg dafür finden.
42:48
Vielleicht war es so ein Comedian und ein Typ hat es nicht verstanden.
42:52
Voll die guten Punkte.
42:54
Wir gehen davon aus, dass unser Nürnberger die Kokosnuss
42:57
nicht geklaut hat, sondern erfunden.
42:59
Dann ist die Geschichte hier einfach schöner.
43:02
Wisst ihr eigentlich, wer die Kokosnuss geklaut hat?
43:05
Wer hat die Kokosnuss geklaut?
43:09
In der letzten Folge, Spoiler, in der letzten, wie nennt man das?
43:14
Was ist denn die Folge?
43:16
Der Chorus, die letzte Sexpassage.
43:21
Das Wort nicht eingefallen.
43:23
In der letzten Strophe kommt raus, dass der kleine Affenjunge
43:26
die Kokosnuss geklaut hat.
43:28
Ich hätte gedacht, das hört auf mit du hast sie geklaut.
43:31
Okay, wieder was gelernt.
43:33
Die Mega-Entdeckung.
43:35
Wir wollten uns auch mal über Sachen unterhalten, die interessant sind.
43:38
Es sterben ja auch 1000 Affen in dem Lied.
43:41
Marlon Brando hat sie geklaut.
43:43
Okay, also Kokowurismus.
43:48
Engelhardt ist außerdem davon überzeugt,
43:51
dass eine fortwährende Ernährung von Kokosnüssen
43:54
führe Menschen in einen gottähnlichen Zustand der Unsterblichkeit.
43:58
Doch Engelhards Spinnereien sind damit noch nicht am Ende.
44:01
Wobei, im Moment ist ja so ein Irrtrend auf Kokosöl und Kokosfett.
44:06
So in der Kosmetik und so.
44:08
Vielleicht sind wir gar nicht mehr so weit weg.
44:11
Vielleicht sind wir, der war ein Pionier auf dem Gebiet.
44:14
Er sagt nämlich auch, dass das Gehirn im Menschen
44:17
der Sonne am nächsten liegt.
44:19
Also ist es dann quasi das göttlichste Organ im Menschen.
44:22
Und es kann ja wohl unmöglich seine Energie
44:24
über den Stoffwechsel bekommen.
44:27
Weil der Stoffwechsel passiert ja im Darm,
44:29
und das ist ja tief unten.
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Seiner Theorie nach gelangt die Energie über die Sonne
44:34
durch die Haare ins Gehirn.
44:36
Was mache ich dann?
44:39
Denn auf meinem Kopf sieht es eher Licht aus.
44:44
Das ist das, warum ich mein Kinn immer so in die Sonne recke,
44:47
um zumindest über den Bart noch ein bisschen Restenergie abzukriegen.
44:50
Für alle, die es nicht wissen, der Jürgen hat genauso richtige Haare wie ich.
44:54
Die logische Konsequenz ist, dass Kopfwertegungen mumpelten.
44:58
Also in seinem Weltbild.
45:00
Und das ist aber dann einleuchtend.
45:03
Es gilt auch für anderweitigen Sonnenschutz,
45:05
für Brillen und für Gekochtes.
45:07
Warum auch immer Brillen und Gekochtes?
45:11
Gut, aber so der Logik nach,
45:13
das kommt ja irgendwie so Hitze von unten, das ist böse.
45:16
Sonne von oben ist gut.
45:18
Aber vielleicht wer gedörrt ist, in der Sonne gegart ist.
45:21
Jetzt steckt man nicht viel Zeit und muss in eine ausgefeilte Theorie,
45:24
um sie dann für sich zu behalten, oder?
45:26
Nee, Bücher schreiben, Leute begeistern, Filme drehen.
45:30
Kornfunk-Sendungen. Nennen wir es mal Marketing.
45:34
Im Übrigen haben wir ja gleich so Newsletters für alle Interessierten.
45:39
Einen Namen für die von ihm geplante Glaubensgemeinschaft
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der Kokosnussanbieter auf Kaba Kohn hat er auch schon.
45:45
Kokosnussanbieter auf Kaba Kohn?
45:49
Ich muss mich echt immer zusammenreißen, dass ich das nicht ausspreche.
45:52
Die Namen sind supergut.
45:54
Er nennt es Sonnenorden, äquatoriale Siedlungsgemeinschaft.
45:57
Da hätte man auch mehr draus machen können.
45:59
Das klingt schon wieder so geil, deutsch, überbürokratisch.
46:02
Er ist halt ein Deutscher.
46:04
Als Marketingmaßnahme lässt er ein paar Werbeflyer in Europa verteilen.
46:07
Und tatsächlich kommen Ende 1903
46:09
schon die ersten Erleuchteten zu ihm auf die Insel.
46:11
Ein Vegetarier aus Holland.
46:14
Ich habe einen Flyer gesehen, jetzt bin ich erleuchtet
46:16
und esse mit ihm nur noch Kokosnüsse.
46:18
Den Namen braucht ihr euch gar nicht zu merken,
46:20
denn sechs Wochen nach seiner Ankunft auf Kaba Kohn verstirbt er.
46:23
Todesursache unbekannt.
46:25
Von der Kokosnusserflage?
46:27
Ein halbes Jahr später kommt Max Lützow auf dem Island an.
46:31
Max ist ein berühmter Dirigent, Pianist und Violinist,
46:34
der der Gesellschaft ebenso überdrüssig ist wie Engelhard.
46:38
Lützow ist begeistert von dem Sonnenorden.
46:41
So begeistert, dass er viele enthusiastische Briefe
46:44
in die alte Heimat schreibt,
46:47
die dort auf durchaus fruchtbaren Boden fallen.
46:49
Aus einem der Briefe.
46:51
Unser Unternehmen ist kommunistisch.
46:53
Jeder Kolonist wird Mitbesitzer.
46:55
Ich bin geradezu entzückt von Kaba Kohn
46:57
und hätte nicht gedacht, dass es überhaupt einen Platz auf der Erde gäbe,
47:00
der alle Anforderungen meines Ideals so vollkommen befriedigt.
47:03
Ich habe die Überzeugung,
47:05
dass jeder, der hierherkommt, auch hierbleiben wird.
47:07
Moment, kommunistische Kaba Kohn Kokosnusserflage.
47:10
Die kommunistischen Kaba Kohn Kokoworisten.
47:13
Der Begriff ist Kuhklugsklär.
47:18
Am Schluss kommt raus, der Typ wollte einfach nur so eine Eintragung haben,
47:22
die einfach so ein totaler Zungenbrüche ist,
47:24
weil er einfach nur so einen super Gag abfeuern wollte.
47:27
Den Zahn kann ich dir ziehen.
47:29
Der hat es wirklich nicht gekauft.
47:31
Er glaubt wirklich an die Kokosnuss.
47:33
Auch Engelhard schreibt nach Hause.
47:35
Auf einer Postkarte von ihm ist zu lesen,
47:37
wir leben hier permanent nackt und genießen fast nur Früchte,
47:40
vor allem die heilige Kokosnuss.
47:44
Stell dir mal für eine Sekunde vor,
47:47
du kriegst von irgendeinem Freund von dir diese Postkarte.
47:50
Denkst du dir, oh, oh, der war ein bisschen lang in der Sonne?
47:53
Oder, da fahre ich hin.
47:57
Da fällt mir ein, ich bin im Mai am Gardasee und ich hab deine Adresse.
48:04
Was sind Städte, Felsengrabenlagen, Friedhöfe des Glücks und Lebens
48:08
gegen mein palmengeschmücktes Ozean
48:10
und braustes Sonnendurchglühtes Eiland?
48:12
Kabakon ist ein Paradies, das ich kaum je mehr verlassen werde.
48:16
Wie hasse ich Kleider?
48:21
Der letzte Satz kommt einfach gut, egal in welchem Zusammenhang.
48:24
Der lebt seine Ideologie, also der ist wirklich durch die Durch.
48:27
Wär mal schön für ein Bewerbungsgespräch.
48:29
Ja, hab ich noch vor, ich sag mal, ich hasse Kleider.
48:36
Bisher ist er noch keine Arschgeige.
48:38
Jetzt kommt der legendäre Jürgens Satz, ich hab Atma.
48:45
Es folgen weitere Neugierige, sodass teilweise bis zu 5 Anhänger Engel
48:48
gleichzeitig auf Kabakon verweilen.
48:51
Also es waren nicht ganz die 20 oder 800,
48:53
die die anderen zusammengebracht haben, aber ...
48:55
Ey, aber wenn die 5 für richtig gut sind ...
48:57
Wenn man das so in Kilometer umrechnet,
48:59
die die anderen dafür auf sich nehmen mussten,
49:01
ist das schon ganz ordentlich.
49:03
Doch die Sonne scheint nicht ewig auf den Orden.
49:05
Schon bald setzen Unfälle, Malaria und Mangelernährung
49:08
der Glaubensgemeinschaft schwer zu.
49:10
Wer, wer hat's gedacht?
49:14
Der schwer erkrankte Max Lützow verstirbt bei dem Versuch,
49:17
zu einem Hospital in Herbertshöhe zu gelangen,
49:20
nach einem Sturm auf hoher See.
49:22
Er hat nicht genug Sonnenheim gekriegt.
49:24
Herbertshöhe, wie der Name vielleicht schon verrät,
49:26
ist die Hauptstadt der Provinz East New Britain
49:28
auf der Insel Neubritannien in Papa Neuginäer.
49:30
Also es ist jetzt tatsächlich nicht so weit weg.
49:32
Ich bin dann nach Bismarck, oder?
49:36
Der Gag ist nur, heute heißt es Kokopo,
49:38
aber wenn ich das so nennen würde, würde das Verwirrung führen.
49:41
Ich glaube auch Kabakon hat mittlerweile einen anderen Namen.
49:44
Also Kabakon bei Kaka-Po?
49:51
Und dem Chokopo von Fine Fantasy.
49:53
August Beetman und seine Verlobte Anna Schwab
49:58
treffen auf der Insel ein,
50:01
als der kleine Nackedeifer schon kurz vor dem Ende steht.
50:03
Der kleine Nackedeifer.
50:05
Auch sie verfassen enthusiastische Schriften
50:07
über die Insel und Engelhards Lehren.
50:09
Beetman ist Naturschriftsteller, was auch immer das genau heißt.
50:12
Und die Schriften, die sie schreiben,
50:15
werden logischerweise in Deutschland veröffentlicht.
50:17
Aber Engelhard ist gut.
50:19
Aber Engelhard ist körperlich nicht mehr ganz auf der Höhe.
50:22
Auf Drängen seiner verbliebenen Anhänger hin,
50:24
also hauptsächlich Beetman und seiner Verlobten,
50:27
macht er sich auf nach Herbertshöhe ins Krankenhaus.
50:30
Dort wird ihm ein gotterbärmlicher Zustand attestiert.
50:34
Bei 1,66 m Körpergröße bringt er nur noch 39 kg auf die Waage.
50:38
Wow! Da hat mein Oberschenkel ja mehr.
50:41
Jetzt schneidest du ganz schön auf.
50:44
Dazu kommen Kratze, eitrige Geschwüre und absolute Entkräftung.
50:49
Also er kann sich kaum mehr auf den Beinen halten,
50:51
als er da im Krankenhaus ankommt.
50:53
Aber er genäht wieder und flieht schlussendlich aus dem Hospital
50:57
zurück auf sein geliebtes Krabakon.
51:00
Mit den Geschwüren und dem Eiter haben seiner Meinung nach
51:03
nun auch die letzten schlechten Einflüsse seinen Körper verlassen.
51:06
Dem Übergang in einen ätherischen Zustand steht also nichts mehr im Wege.
51:13
Langsam beginnt aber auch Beetman
51:15
an der geistigen Gesundheit Engelhards zu zweifeln.
51:18
1906 kündigt er in Deutschland seine baldige Heimreise an.
51:22
Doch bevor er sie tatsächlich antreten kann, verstirbt er.
51:26
Todesursache unbekannt.
51:31
Leute, ich enttäusch mich.
51:34
Hat vielleicht der vorangegangene große Steil zwischen Beetman
51:38
und Engelhard etwas damit zu tun?
51:40
Na ja gut, aber ich glaube, dass jemand, der 39 kg wiegt,
51:44
kaum jemanden töten kann.
51:47
Es gibt ja auch noch die Verlobte.
51:49
Ihr habt ja überhaupt keine Fantasie.
51:52
Ja gut, oder ich mein gut, wenn du im Schlaf irgendwas tust
51:55
oder vergiftest oder so klappt das ja auch.
51:57
Außerdem, du weißt ja nicht sozusagen,
51:59
wie sein Gewichts- und körperlicher Zustand war,
52:02
nachdem er aus dem Hospital wieder entlassen wurde.
52:05
Vielleicht hat er ihm einfach eine Mütze aufgesetzt
52:08
und ihm damit den Zugang zur Energie abgeschnitten.
52:11
Die Verlobte ergreift jedenfalls kurz nach dem Vorfall die Flucht
52:14
und tritt in den Dienst des Kolonialbeamten und Gouverneurs
52:17
des deutschen Neugineer Albert Haal.
52:20
Das hab ich auch nur da reingeschrieben,
52:22
weil ich nochmal darauf hinweisen wollte,
52:25
dass wir in der großen Zeit der Kolonien sind.
52:27
Ist das so? Ich wusste gar nicht, dass Deutschland Kolonien hatte.
52:30
Nein, echt? Wer könnte denn sowas wissen?
52:32
Mal gucken, vielleicht gibt es das irgendwo zum Anhören.
52:36
Engelhards Werbeflyer werden immer absurder.
52:38
Er will ein internationales tropisches Kolonialreich
52:41
des Fructivorismus begründen.
52:43
Moment, Vorschlag, wir drucken genau das als Flyer für diesen Podcast.
52:48
Wisst ihr, was Fructivorismus ist?
52:53
Wahrscheinlich, dass du dich nur von Früchten entlöst hast.
52:56
Genau, das ist nur der Vollständigkeit halber.
52:59
Und es sind aber auch nur Früchte, die sozusagen...
53:02
Oder nur Dinge, die sie abgeben, ohne dass der Fruchtkörper stirbt, oder?
53:06
Also bei Frutarien ist es ja so, die essen, wenn ich es richtig verstanden hab,
53:10
nur Dinge, die dadurch nicht sterben, wenn du die Sache aberntest.
53:14
Das hab ich nicht so weit recherchiert
53:16
und ich hab schon gemeint, dass du mich hier so blank dastehen lässt.
53:20
Du hast bestimmt recht.
53:21
Kannst du bitte noch mal Fruchtkörper sagen?
53:24
Hab ich so genuschelt?
53:25
Nein, aber ich finde das Wort sehr befriedigend.
53:29
Also, dieses tropische Kolonialreich soll sich vom Pazifik über Südamerika
53:32
nach Südostasien und Zentralafrika strecken.
53:35
Ein Weltreich der Obstesser, also.
53:37
1909 beginnt Engelhardt, eine zweimonatliche Zeitschrift herauszubringen.
53:43
Für Sonne, Tropen und Kokosnuss.
53:45
Zeitschrift für den Gottesdienst...
53:47
Moment, ich lasse mich doch mal den Titel zuenden.
53:49
Für Sonne, Tropen und Kokosnuss.
53:51
Zeitschrift für den Gottesdienst, der Tat und für die Unsterblichkeit
53:54
oder was dasselbe ist, für wahrhaftig naturgemäße Lebensweise,
53:57
Organ des Sonnenordens,
53:59
äquatoriale Siedlungsgesellschaft auf Capacón
54:01
und des internationalen Kokovorenbundes.
54:04
Obstesser aller Länder, vereinigt euch!
54:06
Ich vermute, dass auf dem Titelblatt kein Bild war.
54:09
Doch eine Kokosnuss.
54:12
Das ist ungefähr wie ein Satz von Emanuel Kant.
54:15
Es gab mal so einen, gerade jetzt hab ich den Namen nicht parat,
54:18
der fällt mir gleich ein, es gab mal so einen Werbetexter,
54:21
wo heutzutage jeder sagt, es muss alles kurz und prägnant
54:24
und alles überflüssig weglassen,
54:26
hat er einfach über komplette Seiten und manchmal sogar mehrere
54:29
einfach erklärt, worum es geht.
54:31
Ist von ihm dieses Keks ist Fortschritt-Plakat?
54:35
Nein, vor dem ist die rosanefarbene Luft.
54:39
Das ist das berühmte von ihm.
54:41
Der hat Leute, die getankt haben, Reifenluft, rosafarbene Leifen,
54:45
reifen Luft als Zusatz zum Tanken kostenlos versprochen.
54:49
Das war so ein Bringer, dass sich kilometerlange Schlangen
54:52
vor den Tankstellen gebildet haben.
54:54
Rosafarbene Reifenluft.
54:56
Das waren natürlich völliger Mumpitz, aber das hat total gezogen.
54:59
Wenn ich den Namen parat hätte, würde ich so intellektuell wirken.
55:05
Als Hinweis, mal danach googeln, es gibt ein sehr schönes Plakat,
55:08
da steht groß drauf, Keks ist Fortschritt, ich glaube, es ist Balsen.
55:11
Da ist sehr beschrieben, warum der Keks,
55:14
das moderne Lebensmittel von heute ist.
55:16
Das klingt nach einem Rumpfkluft-T-Shirt.
55:18
Bitte nicht schießen, ich habe Joghurt im Rucksack.
55:21
Aber in aller Ausführlichkeit, da stehen auch so Dinge so,
55:24
sie planen etwa eine Expedition, zum Beispiel in die Tropen oder an die Pole.
55:29
Dann ist Keks immer die richtige Wahl.
55:32
Musst du mal durchlesen.
55:36
So, noch mal zurück zu unserem guten Engelhard.
55:39
Die Kolonialverwaltung erklärt Engelhard,
55:41
für geisteskrank und sorgt dafür,
55:43
eine überraschende Wendung in dieser Geschichte.
55:47
Und sie sorgt dafür, dass keine weiteren Jünger nach Capacoon reisen.
55:51
Auch die vegetarische Warte,
55:53
das ist wohl so was wie der Gegenentwurf zur Beef,
55:57
also ein Magazin für Vegetarier,
55:59
gibt eine Reisewarnung heraus, was ich sehr schön finde.
56:04
Südsee-Touristen hingegen entdecken Engelhard,
56:07
der war als skurrile Attraktion.
56:09
Treten Sie näher! Schauen Sie, der Kokosnussmann!
56:13
Er ist nackt! Er glaubt, dass die Sonne Gott ist!
56:17
Sehen Sie, staunen Sie!
56:19
Jetzt ist mir der Typ wieder eingefallen.
56:21
Er heißt Howard LaGosset.
56:23
Ich weiß nicht, ob den schon mal jemand gehört hat.
56:27
Ein ehemaliger Buchhalter Engelhards schreibt in einem Artikel,
56:31
wieder in der vegetarischen Warte,
56:33
diese Plantage wird genau nach denselben Grundsätzen geleitet,
56:36
wie jene, die sich in der Warte verbreiten.
56:41
Geld, recht viel Geld herauszuwirtschaften,
56:43
auf Kosten der eingeborenen Kräfte.
56:45
Die damals etwa 40 schwarzen Plantagenarbeiter,
56:47
jetzt bedeuten mehr,
56:49
müssen von Sonnenaufgang früh 6 Uhr bis Sonnenuntergang abends 6 Uhr
56:52
Gras hacken, pflanzen, Nüsse sammeln und aufschlagen,
56:55
Kobra dörren und wenden und so weiter.
56:58
Ob in glühend heißer Drobensonne oder in strömendem Regen.
57:01
Dabei werden diese Naturmenschen die größten Faulänzer geheißen
57:04
und bekommen schwere Prügel,
57:06
sofern sie beim Ausruhen gerade ertappt werden
57:08
oder sofern sie sich gegen die stramme Zucht auflehnen.
57:11
Also auch der ist jetzt nicht der, wie soll ich sagen,
57:14
aufgeschlossene der gegenüber anderen Kulturen.
57:17
Engelhardt's Kommentar dazu.
57:21
Ein Schwarzer ist eben noch lange kein Europäer.
57:24
Als dann der Erste Weltkrieg ausbricht,
57:26
wird Engelhardt kurzzeitig interniert.
57:28
Er darf jedoch als bald auf seine von den Australien besetzte Insel zurückkehren.
57:33
Fand ich auch interessant, dass die Australier Gebiete besetzt haben
57:37
im Ersten Weltkrieg. War euch das bewusst?
57:39
Nee. Ich bin ein bisschen weg, aber ...
57:42
Um einer Enteignung durch die Besitzer zu entgegen,
57:45
verpachte der seine Kokosplantage an ein deutsch-australisches Pärchen.
57:49
Das verschafft ihm mehr Zeit,
57:52
um sich der Kunde von Halbpflanzen und Homöopathie zu widmen.
57:56
Man kann im Alter keine neuen Hobbys mehr finden.
57:59
Es wird immer besser.
58:03
Das muss ich nachschauen.
58:05
In welchem Jahr sind wir? Wir sind 1918, 1917, so was.
58:08
Wann ist er geboren?
58:10
Jetzt bräuchten wir gerade rechts oben eine kleine Zeitanzeige.
58:15
Weil es war einmal der Mensch,
58:17
die immer oben rechts im Eck war und immer noch gewunken hat.
58:23
Manchmal hat sie geguckt oder war müde oder hat Emotionen gezeigt.
58:28
Er wurde 1875 geboren.
58:30
Das heißt, er war 44, 43, 44.
58:33
Aber dadurch, dass er körperlich schlecht war,
58:36
kann man davon ausgehen, dass er 20 Jahre mehr gefühlt hat.
58:40
Das war er so 100 Jahre.
58:44
Engelhard stirbt im Mai 1919 an Auszehrung.
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Sein testamentvolles Strecker ist gleich der Plantagenpächter.
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Vermachte die große Bitte, bitte legt mich in die Sonne.
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Damit war das Beef Jerky erfunden.
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Er veruntreut einen Großteil der verbliebenen Kohle
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mit einem komischen deutschen Vermögens-Enteilungsgesetz.
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Moment, Australien nach einem deutschen Gesetz?
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Die haben ein Gesetz explizit für deutsches Vermögen.
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Australien hat ein Gesetz für deutsches Vermögen?
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Wie spezifisch? Im Ersten Weltkrieg fragt mich nicht.
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Ihr könnt mich fragen, wie groß dieser Rest war.
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Wie groß war dieser Rest?
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Sechs Pfund. Danke der Nachfrage.
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Es blieb, nachdem der Plantagenpächter das durchgebracht hat,
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Ich kauf dir ein Eis.
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Mein Lieblingszitat von Engelhardt.
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Der Kokowore-Sonnenmensch ist der Mensch, wie er sein soll.
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Die Kokosnuss ist der Stein der Weisen.
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Was sind Universitäten gegen eine solche Lebensweise?
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Das sind schöne Worte.
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Ich kann euch ein Buch empfehlen.
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das ein Doppelpunkt von August Engelhardt erzählt.
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Das heißt, das Paradies des August Engelhardt.
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Doppelpunkt Roman.
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Eine Erzählgeschichte von Marc Boulle.
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Aber diesmal gibt es keine Verfilmung.
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Ich habe da reingelesen, es gibt keine Verfilmung, von der ich weiß.
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Es gibt auch noch ein Buch, das ich auch noch verlinken werde,
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das August Engelhardt und August Beetman zusammen geschrieben haben.
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Das heißt, hoch der Äquator, nieder mit den Polen,
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eine sorgenfreie Zukunft im Imperium der Kokosnuss.
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Das ist mein Titel.
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Die Ritter der Kokosnuss fehlt noch.
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Die Ritter der Kokosnuss.
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Kann man dieses Buch noch käuflicher werben?
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Das gibt es als Book on Demand.
1:00:35
Also als Print on Demand.
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Das waren die drei Herren,
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die zu den wichtigsten Begründern der FKK-Bewegung in Deutschland gehören.
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Jetzt haust du ein paar Fun-Facts über FKK heute raus.
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Ich fasse das noch mal kurz für euch zusammen.
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Wir haben einen Schriftstellenden Antisemit,
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der sich im Vergleich mit den beiden anderen
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geradezu durch einen normalen Geisteszustand auszeichnet.
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Und wir haben einen verquerten Kokosnuss-Eremiten,
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der so durchgeknallt ist, dass selbst die Kannibalen ihn verschmähen.
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Nun, Daniel, jetzt musst du dich entscheiden.
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Verkannidat 1, 2 oder 3?
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Wenn du das überlegen müsstest,
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du müsstest mit dem mal eine Woche auf dem FKK-Campingplatz
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in einem Zelt verbringen.
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Wen würdest du wählen?
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Den am wenigsten rassistisch Motivierten.
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Und dann vielleicht als zweites Argument den,
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der bräuchte mich am wenigsten um.
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Vielleicht lieber andersrum.
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Dann bleibt eigentlich nur der Korabi-Apostel für dich.
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Der klang auch schon wie ein Nervensäge.
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Ich fand den eigentlich ziemlich nervig.
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Ja, aber lieber nervig als tot.
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Ich würde den dritten nehmen, weil der klingt megawitzig.
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Ich mag den auch.
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Solange du ihm nicht gegen den Strich redest und sagst,
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du möchtest wieder aus seinem Eiland des großen Friedens abhauen,
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glaube ich, lässt er dich auch am Leben.
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Aber wenn die Leute so gekommen und gegangen sind?
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So oder so, ich glaube, ich kann für meinen Teil
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nie mehr unbeschwert nackt sein.
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Oder Kokosnüsse essen.
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Ich finde eh spannend, wie viel gereist die Leute sind.
1:02:10
Ich finde auch spannend, wie viel gereist die Leute sind.
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Ich finde auch spannend, wie viel gereist die Leute sind.
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Ich finde auch spannend, wie viel gereist die Leute sind.
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Das finde ich auch gut.
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Das stellt man sich immer beschwerlich und kompliziert vor.
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Und wahnsinnig teuer vor.
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Für diesen Engelhard war das logisch.
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Der wollte so weit wie möglich weg von der Zivilisation.
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Es gab einfach keinen weit genug.
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Das finde ich völlig einleuchtend.
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Diese 75 Hektar, die er sich gekauft hat,
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das war dann auch annähernd die ganze Insel.
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Da blieb nicht mehr viel.
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Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so eine Insel,
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die du nichts hast und die du kaufst,
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sonderlich teuer war.
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Ich glaube, das war gar nicht die Frage.
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Ich glaube, er konnte sich das Leben leisten.
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Es gibt auch noch eine Legende nach.
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Aber ich weiß jetzt nicht genau,
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ob das aus diesem Buch nicht einfach entstanden und frei erfunden ist.
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Es sollte auch ganz viele Bücher dabei gehabt haben.
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So viele, dass er sich da eine Hütte aus Büchern gebaut hat
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und dann zugeschaut hat, wie Hegel und Kant
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und die ganzen Philosophen so nach und nach vermodern und verschimmeln.
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Dass er das gefeiert haben soll.
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Aber ich glaube, das ist aus dem Reich der Sagen.
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Warum sollst du auch ein Buch, dessen Inhalt du ablehnst, mitnehmen?
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Um dann zuzuschauen, wie es verrottet.
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Wenn Geld keine Rolle spielt,
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kann man sich ein bisschen exzentrisch erlauben, oder?
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Ich habe mir ganz viele Songs auf iTunes gekauft,
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habe sie auf eine Festplatte und habe mit einem Hammer drauf gehauen,
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weil ich diese Songs so finde.
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Ich brauche euch jetzt auch gar nicht mehr zählen.
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Fakt ist, dass FKK in Deutschland heute, also organisiertes FKK,
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wirklich mit Mitgliederschwund zu kämpfen hat.
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Der Grund ist eigentlich ganz naheliegend.
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Es ist einfach viel mehr erlaubt als früher.
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Und auch viel mehr gesellschaftlich akzeptiert.
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Deswegen hat es Schwund?
1:04:00
Das organisierte FKK.
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Im Osten gibt es sowieso diese große FKK-Kultur,
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als sie noch unter sich waren.
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Also in den neuen Bundesländern im alten Zustand quasi.
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Da gab es ja ganz viele FKK-Klubs und FKK-Strände und FKK-Vereine.
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Und da war so auch die Hochzeit der FKK-Vereine.
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Da durftest du aber auch nur dann
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in so einem organisierten Rahmen tatsächlich das Ausleben.
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Das ist heutzutage faktisch nicht mehr so.
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Also öffentliche Nacktheit ohne sexuellen Kontext
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ist strafrechtlich nicht verboten.
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Ja, ich habe mal... Du darfst auch nackt Auto fahren.
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Du darfst nackt Auto fahren.
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Was passieren kann, ist, dass dir Nacktsein
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als Belästigung der Allgemeinheit ausgelegt wird.
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Da gibt es dann auch Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldern.
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Also wenn du nackt jetzt durch die Stadt läufst,
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kann das passieren.
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Grundsätzlich aber darfst du auch in der Öffentlichkeit nackt sein.
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Ja, aber deswegen habe ich mal gesagt, du darfst Auto fahren.
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Weil da bist du in deinem eigenen Bereich.
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Und Auto fahren, wenn jemand in dein Auto reinschaut,
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ist er selber schuld.
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Da kannst du deswegen nicht belangt werden.
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Du darfst auch zu Hause in deinem Haus und in deinem Garten nackt sein.
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Selbst wenn deine Fenster keine Vorhänge haben.
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Muss man ja nicht hinschauen.
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Genau, also das ist dein Reich.
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Da darfst du sowieso fast tun und lassen, was du willst.
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Also das heißt auch, wenn ich...
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Wie ist es, wenn ich eine Acker oder eine Wiese hätte,
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dürfte ich da nackt rumlaufen?
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Also grundsätzlich immer erstmal ja.
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Also du darfst quasi niemanden damit belästigen
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und das darf keinen sexuellen Kontext haben.
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Also das heißt auch zum Beispiel, ich laufe nackt im Wald spazieren?
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Also grundsätzlich erstmal ja.
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Also dieser sexuelle Kontext ist wichtig.
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Das ist auch in den FKK-Vereinen,
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wenn du einen Ständer hast, fliegst du raus.
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Na ja gut, ich glaube, so wird es jetzt auch nicht sein.
1:05:40
Aber wenn du an dir rum manipulierst.
1:05:42
An dir rum manipulierst.
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Das verstehe ich nicht, kannst du mir das genauer erklären?
1:05:50
Oder Stimulation.
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Das ist gemeint mit sexueller Kontext.
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Geht es mir noch um Mastodon?
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So, es gibt aber tatsächlich heute ein FKK,
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ein touristisches FKK-Angebot.
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Ein touristisches FKK-Angebot wie noch niemals zuvor.
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Also du kannst Kreuzfahrten.
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Es gab eine Weile lang, die hat leider wieder zugemacht,
1:06:11
aber es gab eine Weile lang eine Fluglinie,
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wo du nackt fliegen konntest.
1:06:15
Es gibt nackt Golfplätze, es gibt nackt Campingplätze,
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Aber was ich ja gerne wüsste tatsächlich,
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ob das jetzt heute mehr nutzen in Summe als früher.
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Ja, aber es ist weniger organisiert, aber es nutzen mehr.
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Weil, wie gesagt, soweit ich weiß,
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ich nehme mich da weit aus dem Fenster,
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war das aber in den neuen Bundesländern einfach,
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wie du sagst, mehr organisiert.
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Und deswegen, oder dein Argument mit das Machen
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vieler alte Leute, es sind halt, glaube ich,
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viele Leute, die in dem Umfeld dann groß geworden
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und damit sozialisiert worden sind.
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Na ja, also ich glaube, tendenziell ist grundsätzlich
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überaltert dieses klassische Vereinswesen so ein bisschen.
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Ich glaube, dass insgesamt in Vereinen der Altersdurchschnitt steigt,
1:07:07
wenn es jetzt nicht gerade irgendwelche Sportvereine
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oder sonst was sind.
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Aber grundsätzlich ist diese Kleingartenverein
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und Schützenverein und dieses Ganze, das ist nichts...
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Ziemlich alle Vereine.
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Genau, das ist nichts, was irgendwie so groß Nachwuchs zieht.
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Und zum anderen gehört zu öffentlichem Nacktsein ja auch
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irgendwie so eine gewisse Selbstzufriedenheit
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oder so ein bisschen so dieses...
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Gewisses Selbstvertrauen kannst du das auch nennen.
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Du musst mit dir selber ein Stück weit im Reinen sein.
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Und das ist, glaube ich, ein Wesenszug,
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den du einfach über die Zeit erst dir aneignest.
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Den hast du nicht in der Pubertät normalerweise.
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Das stimmt dir völlig zu.
1:07:40
Aber das hat sich in den letzten Jahrzehnten
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auf jeden Fall auch krass geändert.
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Also es gibt dann ganz viele Badesäen,
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gibt es oben ohne und Nacktbereiche,
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auch wenn es nicht unbedingt ausgeschildert ist,
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wo das einfach so praktiziert und geduldet wird.
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War das in den 60er, 70er Jahren noch anders?
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Das kann ich dir jetzt nicht so gut sagen.
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Das kann ich dir jetzt nicht so ganz explizit nicht sagen.
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Aber ich glaube, ja.
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Ich glaube, dass das wirklich erst ein Ding
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der letzten 30 Jahre ist, würde ich sagen.
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Also ein sehr spannender Wikipedia-Artikel
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zum Thema Freikörperkultur, der ist ellenlang,
1:08:11
hat viele hübsche Bilder.
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Ach so, wir haben ja jetzt ein Outro.
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Jetzt kann ich ein Outro anspielen,
1:08:22
dass wir gar nicht uns immer wieder hier
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im Kopf und Kragen reden müssen.
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Aber wir wollen, dass wir uns das...
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Spielt es mal ein und lasst es langsam.
1:08:30
Schicke Audio-Intro hier.
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Es geht der Folgen Ende.
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Wir bedanken uns recht herzlich fürs Zuhören.
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Bitte bewertet uns auf iTunes.
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Folgt uns auf den sozialen Medien.
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Bis bald, sagen...
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Du wolltest sagen der korrekte Dominik.
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das Triumvirat für historisch inspirierte Humorvermittlungen.
1:09:03
Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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Hast du die Tür jetzt aufgelassen?
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Ach so, war die zu?
1:09:14
Sorry, bei mir zu Hause gibt es keine Türen.
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Wir halten auch nichts von Kleidung.
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Das ist immer die Standardfrage.
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Auch meine Kinder erziehen auch mich.
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Ich weiß nicht, wer nicht draußen war.
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Ein schönes Thema heute.
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Hast du nur Distencamps um?
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Ich bin so prüde.
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Ich glaube, wir fangen an.